Chronik

Das große Sterben beginnt
Die Hämophilie Behandler versuchten beruhigend auf ihre Patienten einzuwirken. Sie berichteten von Hämophilen, die verblutet sind, weil sie aus Angst vor AIDS keinen Faktor VIII mehr genommen hatten. Ein nachgewiesener positiver Test auf HIV-Antikörper wurde als harmloser Kontakt mit dem Virus klein geredet. Deshalb gäbe es keinen Grund, in Panik zu verfallen.
Doch auf den Regionaltreffen der Hämophiliegesellschaften lichteten sich die Reihen. Jeder kannte mindestens einen anderen Patienten aus dem Freundeskreis, der erkrankt oder verstorben war. Auf einer tränenreichen Versammlung der DHG in Hamburg konnte nur mit großer Mühe ein Regionalvertreter gewählt werden.
Rückblickend lässt sich feststellen, dass durch die Behandlung der Hämophilen mit verunreinigten Gerinnungspräparaten bis Mitte der 80er Jahre etwa die Hälfte der Hämophilen mit HIV infiziert worden sind.
Nahezu alle, die nicht virusinaktivierte Präparate erhalten hatten, sind mit dem Hepatitis C-Virus (HCV) infiziert worden.

Hätten die Infektionen der Hämophilen verhindert werden können ?
Der größte Teil der Infektionen hätte verhindert werden können, wenn die Blutprodukte herstellenden Unternehmen, die Blutspendedienste und die Deutschen Aufsichtsbehörden rechtzeitig gehandelt hätten. Dies hat der parlamentarische Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages in seinem Abschlussbericht 1994 festgestellt.

Schaden, Schuld und Schadensersatz
Juristen sagen: Wer schuld an einem Schaden ist, muss dafür sorgen, dass es wieder in Ordnung gebracht wird. Er muss Schadenersatz leisten.
Die Schuldigen wurden durch den Untersuchungsausschuss festgestellt. Der Schaden für die Betroffenen ist eindeutig. Allein der Schadensersatz ist bis heute nicht zufrieden stellend geregelt.
Seit 1987 sind drei verschiedene Lösungen eines Schadensersatzes für die von HIV und AIDS Betroffenen zustande gekommen. Keine dieser Lösungen kann als befriedigend angesehen werden. Für die Infektionen mit dem Hepatitis-C Virus gibt es noch gar keine Lösung.

  1. Häufung seltener Erkrankungen bei homosexuellen Männern
  2. Das große Sterben beginnt
  3. Erste Bemühungen für eine Entschädigungsregelung
  4. Das Programm “Humanitäre Soforthilfe”
  5. Gründung der Stiftung “Humanitäre Hilfe für durch Blutprodukte HIV-infizierte Personen”.
  6. Ergebnis der Verhandlungen des Bundesministeriums für Gesundheit mit den Geldgebern vom 23.02.2010
  7. Gründung des Netzwerkes Robin Blood
  8. Artikel auf einer Seite lesen

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