Chronik

Anfang der 1980er Jahre wurden die ersten Zusammenhänge zwischen der bis dahin unbekannten Krankheit AIDS und Hämophilie festgestellt. Der folgende zeitliche Ablauf hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Änderungen, Korrekturen und Ergänzungen, auch durch persönliche Erlebnisse, sind willkommen.

Häufung seltener Erkrankungen bei homosexuellen Männern
Die amerikanische Seuchenüberwachungsbehörde CDC berichtet erstmals im Juni 1981 über eine Häufung sehr seltener Erkrankungen bei jungen Männern aus Los Angeles.
Junge, zuvor völlig gesunde Homosexuelle Männer, bekamen neben schweren Lungenentzündungen auch noch Infektionen mit mehreren weiteren Erregern.
Diese Erkrankungen kommen üblicherweise nur bei unterernährten Kindern und immunologisch vorgeschädigten Erwachsenen vor. Die Untersuchung ihres Immunsystems zeigte eine stark reduzierte Anzahl an T-Lymphozyten, die eine unentbehrliche Rolle in der Immunabwehr spielen.

Erste Fälle bei Heterosexuellen aus Haiti
Im Juli 1982 berichtete das CDC über drei Patienten aus Haiti. SIe waren männlich, zwischen 22 und 37 Jahre alt und heterosexuell. Die Patienten litten an schweren opportunistischen Infektionen und die Sterberate lag bei 50%.

Hämophilie-Patienten erkranken
Im Juli 1982 berichtete das CDC von drei Hämophilen, der erste wurde im Oktober 1981 diagnostiziert. Im Dezember 1982 wurde von vier weiteren Hämophilen berichtet. Alle Patienten hatten eine schwere Hämophilie und benötigten große Mengen an Faktor VIII Konzentraten zur Behandlung der Hämophilie.
Die Patienten waren Einzelfälle und hatten keine gemeinsamen Lebensumstände oder Gewohnheiten. Dies sprach dafür, dass sie über die landesweit verteilten Faktor VIII Konzentrate infiziert worden waren.

DER SPIEGEL titelt „Tödliche Seuche AIDS“
Am 6. Juni 1983 erscheint DER SPIEGEL mit einer Titelgeschichte zum Thema AIDS. Schon im Aufreißer benutzte der Artikel Vergleiche von Albert Camus Beschreibungen aus seinem Werk „Die Pest“.
Zwischen all den dramatischen Beschreibungen der Auswirkung der Krankheit und der zu erwartenden weltweiten Seuche, findet sich folgender Absatz:

„In den USA sind mittlerweile mehrere Patienten, die als geborene Bluter (Hämophile) auf die regelmäßige Übertragung bestimmter Blutkonserven angewiesen sind, an Aids erkrankt. Auch in Wien wurden zwei Hämophilie-Patienten durch Blutkonserven infiziert.“

Spätestens jetzt war den in Deutschland lebenden Hämophilen klar, dass es eine weitere Bedrohung ihres Lebens gibt. Diese ist, im Gegensatz zur Hämophilie, nicht behandelbar und auf jeden Fall tödlich.

  1. Häufung seltener Erkrankungen bei homosexuellen Männern
  2. Das große Sterben beginnt
  3. Erste Bemühungen für eine Entschädigungsregelung
  4. Das Programm “Humanitäre Soforthilfe”
  5. Gründung der Stiftung “Humanitäre Hilfe für durch Blutprodukte HIV-infizierte Personen”.
  6. Ergebnis der Verhandlungen des Bundesministeriums für Gesundheit mit den Geldgebern vom 23.02.2010
  7. Gründung des Netzwerkes Robin Blood
  8. Artikel auf einer Seite lesen

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